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PCGN Interview
Letztes Update: Heute, 22:23 Uhr

Blizzard über die Zukunft von World of Warcraft: Housing, Soloinhalte, Berufe, Addons und die Zukunft von WoW

Blizzard hat in einem aktuellen Gespräche mit PCGamesN zahlreiche spannende Einblicke in die Zukunft von World of Warcraft: Midnight gegeben. Dabei ging es nicht nur um Patch 12.1, sondern auch um die langfristige Entwicklung des Spiels, Housing, Soloinhalte, Berufe, Addons und die Herausforderungen bei der Weiterentwicklung eines mittlerweile über 20 Jahre alten MMORPGs.

Midnight trifft den Nerv der Community

Laut Blizzard war das Entwicklerteam zunächst unsicher, wie die Rückkehr nach Silbermond und in bekannte Gebiete bei den Spielern ankommen würde. Die Sorge bestand darin, dass die Community diese Orte lediglich als Wiederverwertung alter Inhalte ansehen könnte.

Mittlerweile zeigt sich jedoch das Gegenteil: Viele Spieler freuen sich darüber, vertraute Regionen in moderner Grafik und mit neuen Geschichten erneut zu erkunden. Dieses positive Feedback motiviert Blizzard dazu, künftig weitere ikonische Gebiete Azeroths zurückzubringen.

Housing ist erst der Anfang

Mit dem Housing-System erhält World of Warcraft einen völlig neuen Fortschrittspfad.

Blizzard bezeichnet Housing nicht als einmaliges Feature, sondern als langfristiges System, das über viele Erweiterungen hinweg wachsen soll. Neue Dekorationen, Funktionen und Spielmechaniken sollen das Housing kontinuierlich erweitern und zu einem festen Bestandteil des Spiels machen.

Patch 12.1 führt zurück zu den Trollen

Während viele Systeme modernisiert werden, bleibt Blizzard den klassischen Warcraft-Themen treu.

Mit Patch 12.1 verschlägt es Spieler auf eine geheimnisvolle Insel vor Zul'Aman. Dort erwartet euch nicht nur ein neuer Raid, sondern auch eine Geschichte rund um die Trollkultur, uralte Relikte und deren Verbindung zur übergeordneten Handlung von Midnight und Xal'atath.

Warum manche Bugs nicht sofort behoben werden

Ein weiterer interessanter Einblick betrifft die Entwicklung selbst.

Blizzard erklärt, dass World of Warcraft mittlerweile so groß geworden ist, dass Änderungen an einer Stelle unerwartete Probleme an ganz anderer Stelle verursachen können.

Ein Beispiel aus der Entwicklung von Patch 12.0.5:

  • Ein Fehler sorgte dafür, dass sämtliche Housing-Dekorationen nach dem Betreten eines Hauses auf den Boden fielen.
  • Die Ursache lag überraschenderweise in Änderungen, die zuvor den Aufzug im Schlachtzug Belagerung von Orgrimmar reparieren sollten.
  • Die Reparatur dieses Fehlers wiederum beschädigte anschließend das Housing-System.

Aus diesem Grund möchte Blizzard künftig kurz vor einem Patch nur noch wirklich kritische Fehler beheben. Weniger wichtige Probleme sollen stattdessen nach dem Release per Hotfix gelöst werden.

Qualität oder neue Inhalte?

Laut Blizzard arbeitet nicht das gesamte Entwicklerteam permanent an neuen Gebieten oder Raids.

Ein eigener Teil des Teams beschäftigt sich ausschließlich mit Themen wie:

  • Performance-Optimierungen
  • Fehlerbehebungen
  • Verbesserungen der Benutzeroberfläche
  • Quality-of-Life-Anpassungen
  • Verbesserungen beim AoE-Loot
  • Optimierungen für Silbermond

Dabei entscheidet Blizzard stets nach drei Faktoren:

  • Wie viele Spieler betroffen sind
  • Wie gravierend das Problem ist
  • Wie aufwendig eine Behebung wäre

Manchmal lassen sich mit derselben Entwicklungszeit zehn kleinere Probleme lösen, die insgesamt mehr Spielern helfen als ein einzelner großer Bug.

Silbermond soll flüssiger laufen

Besonders stolz ist Blizzard auf das neue Silbermond.

Allerdings bringt die deutlich größere und detailliertere Hauptstadt auch technische Herausforderungen mit sich. Teilweise musste die Anzahl gleichzeitig sichtbarer Spieler reduziert werden, um stabile Bildraten zu gewährleisten.

Für Blizzard steht fest:

Eine Hauptstadt darf beeindruckend aussehen, soll sich aber niemals wie eine Diashow anfühlen.

Berufe: Einmaliger Reset der Wissenspunkte

Mit Patch 12.1 erhalten Spieler erstmals die Möglichkeit, ihre Wissenspunkte der Berufe neu zu verteilen.

Blizzard erklärt, dass viele Spieler ihre Entscheidungen zu Beginn von Midnight getroffen haben, ohne das System vollständig zu verstehen. Mit den inzwischen gesammelten Erfahrungen soll jeder eine zweite Chance erhalten.

Anschließend bleiben die Spezialisierungen jedoch erneut dauerhaft festgelegt.

Ein dauerhaft kostenloses Umskillen möchte Blizzard bewusst vermeiden. Andernfalls könnten Spieler jederzeit zwischen allen Spezialisierungen wechseln und sämtliche Gegenstände selbst auf höchstem Niveau herstellen. Das würde die Bedeutung spezialisierter Handwerker erheblich verringern.

Berufe sollen weiter vereinfacht werden

Auch über Midnight hinaus möchte Blizzard das Berufssystem weiterentwickeln.

Das Ziel besteht darin, genügend Tiefe für erfahrene Handwerker zu bieten, gleichzeitig aber Einsteiger nicht mit unnötiger Komplexität abzuschrecken.

Delves gehören zu den erfolgreichsten Features

Blizzard bezeichnet Delves inzwischen als eines der erfolgreichsten Features der modernen WoW-Geschichte.

Anfangs gab es viel Skepsis innerhalb der Community. Die internen Daten zeigen jedoch, dass deutlich mehr Spieler Delves nutzen als ursprünglich erwartet.

Aus diesem Grund erhält das Feature künftig:

  • mehr Vielfalt
  • neue Mechaniken
  • zusätzliche Inhalte
  • ein eigenes Entwicklerteam

Auch das neue Prey-System soll kontinuierlich erweitert werden. Neue Jagden, Modifikatoren und Begegnungen sind bereits geplant. Besonders positiv überrascht hat Blizzard die Beliebtheit von Astalor innerhalb der Community.

Addon-Änderungen gehen weiter

Die Einschränkung vieler Addons wurde kontrovers diskutiert.

Dennoch sieht Blizzard die bisherigen Änderungen als Erfolg.

Nach internen Daten absolvieren die meisten Spieler heute dieselben Inhalte wie zuvor – allerdings mit deutlich weniger externen Hilfsprogrammen.

Mit Patch 12.1 folgen weitere Verbesserungen der Standardoberfläche.

Geplant sind unter anderem:

  • Trinkets im Cooldown-Manager
  • Anzeige von Volksfähigkeiten
  • Unterstützung für Tränke
  • Verbesserte Schlachtzugsfenster
  • Mehr Möglichkeiten zum Hervorheben wichtiger Fähigkeiten

Blizzard möchte langfristig verhindern, dass Addons immer größere Teile des eigentlichen Gameplays übernehmen.

Warum Blizzard Addons einschränkt

Die Entwickler betonen, dass Bosskämpfe ursprünglich niemals für umfangreiche Addons entwickelt wurden.

In den vergangenen Jahren entstand zunehmend ein Wettrüsten:

  • Entwickler erschaffen komplexere Bossmechaniken.
  • Addons lösen diese Mechaniken automatisch.
  • Neue Bosskämpfe müssen dadurch noch komplizierter werden.

Blizzard möchte diesen Kreislauf durchbrechen und die Standardoberfläche so ausbauen, dass externe Addons deutlich weniger notwendig sind.

Wie entwickelt man ein 20 Jahre altes MMORPG weiter?

Laut Blizzard hören die Entwickler heute stärker denn je auf das Feedback der Spieler.

Dabei entstehen neue Features jedoch nicht unbedingt aus konkreten Vorschlägen der Community.

Stattdessen analysiert Blizzard:

  • Welche Spielertypen bisher zu wenig Inhalte erhalten.
  • Welche Probleme häufig auftreten.
  • Wo neue Spielweisen entstehen können.

So entstanden beispielsweise Delves und das Prey-System – Features, nach denen kaum jemand direkt gefragt hatte, die heute aber viele Spieler regelmäßig nutzen.

World of Warcraft soll für alle Spielertypen funktionieren

Seit Dragonflight verfolgt Blizzard konsequent einen spielerorientierten Ansatz.

World of Warcraft soll heute sowohl Spieler ansprechen, die täglich viele Stunden investieren, als auch diejenigen, die nur 20 Minuten Zeit haben.

Ebenso sollen sowohl Solospieler als auch Gruppen- und Raidspieler passende Inhalte finden.

Blizzard sieht genau darin die Zukunft von World of Warcraft:

Nicht weniger MMO, sondern mehr Möglichkeiten für unterschiedliche Spielstile.

Für Anregungen, Verbesserungsvorschläge oder um Fehler zu melden könnt ihr euch gerne jederzeit im Kanal #websitefeedback auf dem Goldgoblin Discord bei mir melden.
Vielen herzlichen Dank!

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