Nur noch wenige Stunden trennen uns von der BlizzCon 2026 – und rund um World of Warcraft wird es immer spannender. Während Blizzard offiziell weiterhin schweigt, häufen sich kurz vor dem Event auffällige Datamining-Funde, interne Builds und sogar ein inzwischen wieder gelöschter Werbe-Teaser rund um das Dunkle Portal.
Im Mittelpunkt steht dabei immer wieder ein mysteriöses Projekt: Project Camelot. Handelt es sich tatsächlich um das lange erwartete World of Warcraft Classic+? Und könnte das Projekt am Ende vielleicht sogar Warcraft Forever heißen?
🔥 Das Wichtigste: Blizzard arbeitet weiterhin aktiv an der geheimnisvollen WoW-Version 1.60. Dazu kommen Project Camelot, neue „Forever“-Hinweise im WoW-Client, ein auffälliger Dark-Portal-Teaser und frühere Andeutungen von Blizzard selbst.
Zwei große WoW-Panels auf der BlizzCon
Eines ist bereits offiziell bestätigt: World of Warcraft bekommt auf der BlizzCon jede Menge Bühnenzeit.
Am Samstag, dem 12. September 2026, startet um 19:30 Uhr MESZ die Eröffnungszeremonie. Bereits um 21:00 Uhr MESZ folgt „World of Warcraft: Wie geht es weiter?“. Blizzard beschreibt das Panel als ersten Blick auf das „nächste Kapitel von Azeroth“ mit neuen Abenteuern, Features und Überraschungen.
Noch interessanter: Um 23:45 Uhr MESZ folgt direkt ein zweites Zukunftspanel zu World of Warcraft. Damit bleibt jede Menge Raum für Retail, The Last Titan – und möglicherweise eine große Classic-Ankündigung.

Project Camelot – Blizzards geheimes WoW-Projekt
Der derzeit stärkste Hinweis auf eine größere Classic-Ankündigung ist Project Camelot.
Bereits seit Ende 2025 beobachten Dataminer eine ungewöhnliche interne WoW-Version mit der Versionsnummer 1.60. Im Laufe des Jahres 2026 wurde anschließend eine Verbindung zu einem bislang unangekündigten Produkt namens World of Warcraft Camelot entdeckt.
Besonders auffällig: Dataminer fanden Hinweise auf unterschiedliche Produktversionen wie eine Heroic Edition und Epic Edition. Das erinnert stark an die verschiedenen Editionen moderner WoW-Erweiterungen.
Blizzard selbst hat Project Camelot allerdings bis heute nicht offiziell angekündigt.
🟠 Wichtig: Project Camelot und Classic+ sind aktuell nicht offiziell bestätigt. Die technischen Spuren sind real – was genau dahintersteckt, wissen wir aber noch nicht.
Neue 1.60-Builds kurz vor der BlizzCon
Besonders interessant ist das Timing. Die geheimnisvolle 1.60-Entwicklungslinie wird weiterhin aktiv aktualisiert. Allein Anfang September wurden mehrere neue interne Builds registriert. Einer der zuletzt beobachteten Entwicklungsstände lautet: WoW 1.60.1.69752
Das beweist zwar noch nicht, dass es sich um Classic+ handelt. Es zeigt aber ziemlich deutlich, dass Blizzard weiterhin aktiv an diesem Projekt arbeitet. Und dass unmittelbar vor der BlizzCon mehrere neue Builds auftauchen, dürfte die Spekulationen nicht gerade bremsen.
Camelot taucht auf Vendor-Servern auf
Project Camelot wurde inzwischen nicht mehr ausschließlich auf internen Entwicklungsservern entdeckt. Die verschlüsselte Version tauchte auch auf sogenannten Vendor-Servern auf. Solche Server können beispielsweise von externen Partnern genutzt werden, um Hardware, Software oder Kompatibilität zu testen.
Später wurde Camelot sogar auf chinesischer Infrastruktur entdeckt. Das bedeutet nicht automatisch, dass eine Beta unmittelbar bevorsteht. Es deutet aber darauf hin, dass das Projekt längst über einen simplen internen Prototyp hinausgehen könnte.
„Warcraft Forever“ – neuer Hinweis im WoW-Client
Anfang September wurde es noch einmal interessanter. Dataminer fanden auf dem Patch-12.1.5-PTR eine neue Datei mit ungewöhnlichen Standard-Tastenbelegungen.
Darin taucht unter anderem eine bislang unbekannte Funktion auf: TOGGLELEGACYSYSTEM
Zusätzlich ähneln mehrere Tastenbelegungen deutlich stärker WoW Classic als dem modernen Retail-Client. Und dann gibt es noch einen besonders spannenden Begriff:
Forever
Seitdem spekuliert die Community darüber, ob Project Camelot und Warcraft Forever möglicherweise zusammengehören.
Eine mögliche Theorie:
Project Camelot = interner Codename
Warcraft Forever = späterer Produktname
Bestätigt ist diese Verbindung allerdings nicht.
👀 Spannend: Sollte Blizzard tatsächlich eine dauerhafte, weiterentwickelte Classic-Version planen, würde der Name „Warcraft Forever“ zumindest erstaunlich gut dazu passen.


Das mysteriöse Dunkle Portal
Wenige Tage vor der BlizzCon folgte dann ein weiterer auffälliger Hinweis. AORUS beziehungsweise GIGABYTE veröffentlichte ein BlizzCon-Werbemotiv mit dem berühmten Dunklen Portal aus World of Warcraft. Das Auffällige: Das Portal wirkte komplett dunkel und inaktiv.
Auf dem Motiv standen außerdem die Aussagen: „All Eyes on Azeroth“ und „Something special is coming to BlizzCon 2026“
Der entsprechende Instagram-Beitrag wurde anschließend wieder entfernt. Warum sorgt ausgerechnet ein geschlossenes Dunkles Portal für so viele Spekulationen? Ganz einfach: Im ursprünglichen World of Warcraft führt der Weg nach Classic durch das Dunkle Portal in The Burning Crusade.
Doch was wäre, wenn Blizzard diesen Weg diesmal nicht einschlägt? Genau das ist eine der häufigsten Vorstellungen von Classic+: Statt erneut Burning Crusade, Wrath of the Lich King und die bekannten Erweiterungen zu durchlaufen, könnte Blizzard die ursprüngliche Welt von Azeroth weiterentwickeln.
Neue Gebiete. Neue Dungeons. Neue Schlachtzüge. Aber weiterhin auf Basis des ursprünglichen World of Warcraft. Ein dunkles Portal kombiniert mit „All Eyes on Azeroth“ passt natürlich ziemlich gut zu dieser Theorie. Trotzdem gilt auch hier: Es könnte sich genauso gut lediglich um normale BlizzCon-Werbung handeln.

Classic-Creator waren bereits bei Blizzard
Ein weiterer Punkt passt zumindest auffällig gut ins Gesamtbild. Bereits im Frühjahr waren mehrere bekannte WoW-Creator beim Blizzard-Hauptsitz in Irvine zu Gast. Darunter unter anderem Xaryu, Esfand, Guzu, Savix und Sodapoppin. Alle haben eine starke Verbindung zur Classic-Community.
Warum sie bei Blizzard waren, wurde nicht öffentlich erklärt. Natürlich könnte es dabei auch um bestehende Classic-Versionen, Hardcore oder andere Projekte gegangen sein. Sollte am Wochenende tatsächlich ein neues Classic-Projekt angekündigt werden, würde der Besuch rückblickend allerdings ziemlich gut ins Bild passen.
Blizzard selbst hat bereits etwas angedeutet
Auch Blizzard hat Anfang des Jahres bereits auffällige Andeutungen gemacht. Während des State of Azeroth sprach Executive Producer Holly Longdale über die Zukunft von WoW Classic und deutete an, dass Classic-Spieler noch einiges hätten, worauf sie sich freuen könnten.
Eine mögliche Ankündigung wurde anschließend demonstrativ auf später verschoben. Sinngemäß hieß es lediglich: „Das heben wir uns für später auf.“
Neun Monate später steht nun die BlizzCon vor der Tür. Der Zeitpunkt würde also durchaus passen.
Ist Classic+ damit bestätigt?
Nein.
Und genau das ist aktuell der wichtigste Punkt. Blizzard hat bisher weder World of Warcraft Classic+, Project Camelot noch Warcraft Forever offiziell angekündigt.
Trotzdem existiert inzwischen eine ungewöhnlich große Anzahl voneinander unabhängiger Hinweise: aktive 1.60-Entwicklung, Camelot, Vendor-Server, „Forever“, das geschlossene Dunkle Portal und frühere Blizzard-Andeutungen. Eine größere Ankündigung zur Zukunft von WoW Classic erscheint deshalb zumindest sehr plausibel.
Wie das Projekt tatsächlich heißt und wie es am Ende aussieht, könnten wir bereits am Samstag erfahren.
Und was ist mit Retail und The Last Titan?
Bei all dem Classic-Hype sollte man Retail natürlich nicht vergessen. Blizzard spricht offiziell vom „nächsten Kapitel von Azeroth“ und hat gleich zwei große Zukunftspanels eingeplant.
Damit gibt es genügend Raum für eine weitere Midnight-Roadmap, kommende Patches und möglicherweise einen ersten größeren Blick auf The Last Titan, den dritten Teil der Weltenseelen-Saga. Belastbare Leaks zu einem vollständigen Last-Titan-Reveal gibt es aktuell allerdings deutlich weniger als rund um Project Camelot.

⚠️ Vorsicht vor Fake-Leaks
In den vergangenen Wochen kursierte außerdem ein angeblicher BlizzCon-Zeitplan mit Namen wie „Warcraft Fables“, „Warcraft Chronicles“ oder „Exploring Northrend“.
Diese Angaben stimmen nicht mit dem später veröffentlichten offiziellen BlizzCon-Programm überein. Der ursprüngliche Account hinter einem Teil dieser Gerüchte erklärte später zudem selbst, dass die Geschichte erfunden war.
Diese vermeintlichen Leaks sollten daher nicht mehr als glaubwürdige Hinweise behandelt werden.
Für Anregungen, Verbesserungsvorschläge oder um Fehler zu melden könnt ihr euch gerne jederzeit im Kanal #websitefeedback auf dem Goldgoblin Discord bei mir melden.
Vielen herzlichen Dank!


