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WoW Realm Less
Letztes Update: Heute, 08:19 Uhr

WoW Forever schafft klassische Server ab – diese vier Spielstile ersetzen die Realms

Blizzard verabschiedet sich in World of Warcraft: Forever von einem der ältesten Systeme des Spiels: den klassischen Server-Realms. Beim Erstellen eines Charakters müsst ihr künftig keinen Server wie bisher auswählen. Stattdessen entscheidet ihr euch für einen von mehreren Gameplay-Styles beziehungsweise Rulesets. Blizzard selbst bezeichnet das neue System als „realmless“. Ist das der Test für Retail?

Das bedeutet allerdings nicht, dass sämtliche Spieler von WoW Forever einfach auf einem gigantischen Server zusammenspielen. Die Spielerschaft wird weiterhin getrennt – allerdings nach dem gewählten Spielstil und nicht mehr nach einzelnen Realm-Namen.

Vier Spielstile ersetzen die bisherigen Realms

Zum Start stehen drei Rulesets zur Verfügung. Hardcore soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

SpielstilWas bedeutet das?
NormalNormalKlassisches PvE-Erlebnis. PvP gegen andere Spieler findet nur statt, wenn beide Seiten dies möchten.
pvpPvPIn umkämpften Gebieten besteht dauerhaft die Gefahr, von Spielern der gegnerischen Fraktion angegriffen zu werden.
roleplayRoleplayFür Spieler, die stärker in ihre Rolle und die Welt Azeroths eintauchen möchten. Hier gelten unter anderem strengere Regeln für Namen und Verhalten.
hardcoreHardcoreFolgt nach dem Release. Der Tod eines Charakters ist permanent. Verstorbene Charaktere können anschließend in ein anderes Ruleset transferiert und dort wiederbelebt werden.

Blizzard beschreibt die einzelnen Rulesets dabei eher als große eigene Ökosysteme und ausdrücklich nicht als einzelne traditionelle Realms.

Ihr könnt nur mit Spielern desselben Rulesets zusammenspielen

Ganz ohne Grenzen funktioniert das neue System nicht. Wer sich beispielsweise für PvP entscheidet, kann nicht einfach mit einem Charakter aus dem normalen Ruleset eine Gruppe bilden.

Blizzard bestätigt folgende Einschränkungen:

  • Gruppen, Dungeons und Raids funktionieren nur mit Spielern desselben Rulesets.
  • Horde und Allianz können weiterhin nicht miteinander Gruppen bilden.
  • Hardcore bildet ein vollständig geschlossenes Ökosystem.
  • Nach dem Tod darf ein Hardcore-Charakter in ein anderes Ruleset wechseln – darunter auch PvP.

Damit bleiben die unterschiedlichen Spielweisen klar voneinander getrennt, ohne dafür dutzende einzelne Server betreiben zu müssen.

Sammlungen und Legacy Points werden geteilt

Interessant wird das System bei accountweiten Fortschritten. Collections und Legacy Points werden zwischen Normal, PvP und Roleplay geteilt.

Hardcore funktioniert dagegen zunächst nur in eine Richtung: Fortschritt aus den normalen Rulesets wird nicht nach Hardcore übertragen. Verdiente Sammlungen und Legacy-Fortschritte eines Hardcore-Charakters können jedoch verfügbar werden, wenn dieser nach seinem Tod in ein anderes Ruleset transferiert wird.

Blizzard will trotzdem ein Servergefühl erhalten

Eine der größten Fragen dürfte sein, ob durch dieses System das typische Classic-Gefühl eines eigenen Servers verloren geht. Blizzard möchte genau das verhindern.

Das System soll Spielern während des Levelns und Erkundens bevorzugt immer wieder bekannte Namen und Gesichter zeigen. Dadurch sollen sich trotz der wesentlich größeren Spielerbasis weiterhin Gemeinschaften entwickeln können. Das Ziel ist also eine Mischung aus großer Bevölkerung und dem sozialen Gefühl klassischer Realms.

Zusätzlich könnt ihr eine bevorzugte Sprache auswählen. Das System soll euch anschließend verstärkt mit Spielern zusammenbringen, die dieselbe Sprache gewählt haben. Damit dürfte beispielsweise für deutschsprachige Spieler weiterhin eine entsprechende Community entstehen.

Charaktere erhalten zwei Namen

Mit den klassischen Realms ändert Blizzard gleichzeitig das Namenssystem. Charaktere besitzen in WoW Forever zwei Namen, vergleichbar mit einem Vor- und Nachnamen.

Diese Kombination soll innerhalb einer Region eindeutig sein. Durch die größere zusammenhängende Spielerbasis stehen Spielern dadurch wesentlich mehr mögliche Namenskombinationen zur Verfügung.

Was bedeutet das für WoW Forever?

Der größte Vorteil liegt auf der Hand: Ihr müsst euch beim Start nicht mehr fragen, welcher Server langfristig genügend Spieler haben wird oder auf welchem Realm eure Freunde spielen.

Statt beispielsweise zwischen mehreren PvP-Realms zu wählen, entscheidet ihr euch direkt für den Spielstil PvP. Die technische Verteilung der Spieler übernimmt Blizzard anschließend im Hintergrund.

Gleichzeitig ist das wohl eine der größten Veränderungen gegenüber dem ursprünglichen Classic-Konzept. Gerade die Identität einzelner Server und deren eigene Community gehörten für viele Spieler früher stark zum WoW-Erlebnis. Blizzard versucht deshalb, mit dem neuen System trotz der fehlenden Realm-Auswahl weiterhin regelmäßig dieselben Spieler zusammenzubringen.

Kurz gesagt: In World of Warcraft: Forever wählt ihr keinen klassischen Realm mehr. Stattdessen entscheidet ihr euch für Normal, PvP, Roleplay oder später Hardcore. Die einzelnen Rulesets bilden große getrennte Ökosysteme – WoW Forever wird also realmless, aber nicht zu einem einzigen Server für alle.

Für Anregungen, Verbesserungsvorschläge oder um Fehler zu melden könnt ihr euch gerne jederzeit im Kanal #websitefeedback auf dem Goldgoblin Discord bei mir melden.
Vielen herzlichen Dank!

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